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Tipps für einen gesunden Rasen

Rasenmäher contra Mähroboter? Das sagt der Profi

Rasenpflege
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Bei der Rasenpflege gibt es einiges zu beachten.

Kaum ein Geräusch ist so typisch für den deutschen Sommer wie das des Rasenmähers. Saftig-grün und kurz mit möglichst wenig Unkraut, das ist der Traum vieler Hobbygärtner. Viele steigen deshalb um auf einen Mähroboter, der einem nicht nur Arbeit abnimmt, sondern im Vergleich auch viel leiser ist. Doch ist das wirklich die bessere Variante? Das sagt er Experte.

Für viele ist es vor allem eine leidige Aufgabe, andere sehen die Pflege ihres englischen Park-Rasen als echtes Hobby an. Beim Rasenmähen scheiden sich die Geister. Harald Nonn ist Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft und leitet die Forschungsabteilung eines Rasenproduzenten - er für jeden die richtigen Pflegetipps.

Herr Nonn, wann sollte man den Rasen spätestens mähen, damit die Fläche schön saftig-grün wächst?

Harald Nonn: Der beste Mähzeitpunkt hängt von der Mähhöhe ab, deswegen gibt es die Ein-Drittel-Regel. Es wird also spätestens gemäht, wenn die Gräser seit dem letzten Schnitt um ein Drittel gewachsen sind. Denn man sollte nicht auf einmal zu viel von den grünen Blättern entfernen, da diese wichtig für die Photosynthese und damit für das
Überleben der Gräser sind. In der Praxis wird diese Ein-Drittel-Regel aber meist zu einer 50-Prozent-Regel. Diese praktiziere ich übrigens auch. Das heißt konkret: Wenn ich beim letzten Mal die Gräser auf vier Zentimeter Höhe geschnitten habe, dann schneide ich das nächste Mal, wenn die Gräser acht Zentimeter hoch sind.

Auf welche Höhe sollte man den Rasen maximal herunterschneiden?

Nonn: Ich empfehle für den normalen Hausrasen 3,5 Zentimeter und für den Rasen im Schatten 4,5 Zentimeter. Viele Hausbesitzer mähen gerne tiefer - und das kann man machen. Wir haben gute Gräsersorten in den Rasenmischungen, die das vertragen. Aber man sollte wissen: Je tiefer man mäht, umso häufiger muss man nach der Drittel- oder 50-Prozent-Regel mähen. Und je tiefer man mäht, umso schwächer werden die Gräser auch, weil sie weniger Wurzeln bilden und weniger Blattmasse haben, um Fotosynthese zu betreiben.

Favorisieren Sie den Rasenmäher oder den Mähroboter?

Nonn: Aus sportlicher Sicht und wenn man durch das Rasenmähen ein wenig Freizeitaktivität haben möchte, ist es natürlich der Rasenmäher. Aber der Mähroboter ist schon eine tolle Geschichte, denn er mäht alle ein bis zwei Tage nur ein wenig. Im Prinzip ist das gar kein Mähen, sondern ein Kurzhalten. Dadurch werden die Gräser angeregt, Seitentriebe und neue Blattmasse zu bilden. In aller Regel sehen wir schon wenige Wochen nach der Installation eines Roboters, dass die Grasnarbe dichter wird. Aber ich habe zu Hause keinen Mähroboter. Ich mähe sogar mit der Hand mit einem Sichelmäher. Denn ich kann dabei den Rasen immer wieder anschauen und die Qualität kontrollieren.

Fazit:

Ein Mähroboter erleichtert einem die Arbeit und pflegt und düngt mit seinem regelmäßigen Schnitt und dem kleingeschnittenem Gras, das er zurücklässt den Rasen gleichzeitig. Die Anschaffungskosten sind ziemlich hoch, mit rund 700 - 1000 Euro muss man hier rechnen. Außerdem sollte man beachten, dass nicht jedes Grundstück für einen Mähroboter geeignet sind. Große Hanglagen, löchrige Böden und viele Beete können ein Problem darstellen und müssen aufwendig installiert werden. Für kleine Kinder und Tiere kann der Mähroboter eine Gefahrenquelle sein. Mittlerweile gibt es aber schon Modelle mit sehr sensiblen Sensoren, die bei einer ungeplanten Berührung sofort stoppen, der Fachhandel kann hier sicher weiterhelfen.

Tipps für einen saftig-grünen Rasen

  • Regelmäßig düngen: Was für Blumen gilt, das betrifft auch den Rasen. Das Düngen bringt Nähstoffe zurück, die durch das Mähen entzogen werden. Unkraut hat dadurch weniger Spielraum. Alle 6-8 Wochen also einen Langzeit-Dünger verwenden. Verwendet am besten mineralischen Dünger, diese wirken meist schnell. Wählt alternativ organische Dünger, die oft eine höhere Langzeitwirkung haben. Im Herbst empfiehlt es sich, mit einem Spezialdünger den Rasen noch einmal die richtigen Nährstoffe für den Winter mitzugeben. Der Herbstdünger hat eine höhere Kaliumkonzentration als herkömmliche Dünger. Diesen Nährstoff brauchen die Gräser vor dem Winter. 
  • Regelmäßig gießen: Auch hier gelten die gleichen Maßstäbe, wie für andere Pflanzen. Der Rasen muss ebenfalls ausreichend bewässert werden. gerade in den heißen Sommermonaten. Am besten morgens oder abends gießen, dazu an kahlen Stellen Rasensamen ansetzen. ABER: In Zeiten von Dürre und Wasserknappheit, sollte man sich generell gut überlegen, ob und wieviel der Rasen bewässert werden soll.
  • Regelmäßig vertikutieren: Moos, Unkraut, Rasenfilz - wer richtig vertikutiert kann diese unschönen Unkräuter zuverlässig entfernen. Der beste Zeitpunkt fürs erste Vertikutieren ist nach der Frostperiode im Mai. Der Boden sollte feucht sein, nicht durchnässt, aber auch nicht staubtrocken. Wer zu tief schneidet, schädigt den Rasen mehr, als dass er ihm hilft. 3 Millimeter genügen um tief genug zu arbeiten, aber auch die Rasenwurzeln zu erhalten.

si mit Material der dpa

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