Schnäppchenware Thuja

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Die Thuja-Hecke ist ein Sichtschutzklassiker

Veitshöchheim - Thujahecken sind die Sichtschutzklassiker. Obwohl es genug Alternativen gibt, werden sie nach wie vor häufig gepflanzt. Mit Discountpreisen werben Bau- und Gartenmärkte.

Allen voran locken billige Thuja die Kunden in die Märkte. Ob sich ein Kauf dieser Pflanzen lohnt und was zu beachten ist, damit die Immergrünen gut anwachsen, wissen die Experten der Bayerischen Gartenakademie.

Thuja sind heikler als vermutet

Thuja gelten als die Klassiker für Sichtschutz. Im Baumarkt als günstige Ware billig zu bekommen, strapazieren sie den Geldbeutel des Haus- und Gartenbesitzers weniger als anderer Pflanzen. Doch was oft folgt, ist Frust und Ärger. Die Pflanzen werden nicht selten innerhalb weniger Monate braun und fallen aus. Selbst Nachpflanzungen gelingen nicht. Viele unterschätzen zudem den Pflegeaufwand. Thujahecken dürfen beim Schnitt nicht vernachlässigt werden. In den Monaten Juni und Juli ist die beste Zeit.

Viele Probleme kommen vom falschen Standort: Trockene Standorte, mit Sommerhitze und Winterkälte stressen die Lebensbäume und können vermehrt zu Pilz- und Schädlingsbefall führen. Thujen brauchen einen durchlässigen und gleichmäßig feuchten Boden. Staunässe, verdichtete und schwere Böden sind der Tod der Thuja. Verbräunte und abgestorbene Pflanzenteile deuten zwar auf Befall von Pilzen oder Schädlingen hin, doch das Problem liegt häufig tiefer. Ein begrenzter Wurzelraum und beschädigte Wurzeln beeinträchtigen die ganze Pflanze.

Am Anfang steht die Qualität

Die Sonderangebote sind verlockend. Vor allem, wenn viele Pflanzen benötigt werden. Drei bis vier Pflanzen auf den laufenden Meter - da kann schnell eine große Summe zusammen kommen. Qualität erkennt man nicht nur an einer sattgrünen Farbe der Pflanze. Ein gut durchwurzelter, unbeschädigter Wurzelballen ist der Schlüssel zum Anwachserfolg. Kaufen Sie lieber kleinere Pflanzen als große. Kleine wachsen besser an und leiden weniger unter Transport und Lagerung.

Pflanzung

Als Pflanzvorbereitung für eine Hecke sollte ein Graben ausgehoben werden, der doppelt so breit und tief ist wie der Pflanzballen. Prüfen Sie, ob der Boden verdichtet ist. Staunässe darf nicht entstehen, denn sie begünstigt Bodenpilze, welche die Pflanzen schwächen und zum Absterben bringen können. Lockern Sie in jedem Fall den Untergrund des Pflanzlochs. Für die Pflanztiefe gilt, dass die Pflanze ebenso hoch stehen soll, wie zuvor in der Baumschule oder im Topf. Zum Auffüllen des Grabens ist eine Mischung aus Pflanzerde mit Oberboden vorteilhaft.

Schnitt

Gerade bei Hecken ist ein regelmäßiger Schnitt unerlässlich, um einen guten und gesunden Aufbau der Pflanzen zu erhalten. Thujahecken sollten von Anfang an jedes Jahr geschnitten werden, sonst verkahlen und altern sie frühzeitig. Geschnitten wird so, dass die Hecke oben schmaler bleibt als unten. Der Querschnitt zeigt somit eine Trapezform. Geschnitten wird am besten im Juni und Juli. In der anschließenden, ab August beginnenden zweiten Wachstumsphase verwachsen die Schnittstellen sehr gut und die Hecke behält ihr harmonisches, gleichmäßiges Aussehen. Grundsätzlich ist die Thuja sehr schnittverträglich, allerdings darf nicht ins alte Holz geschnitten werden. Ein Tipp: Thuja nicht an sonnigen Tagen schneiden, so lassen sich Verbrennungen an den bisher verdeckten Triebteilen vermeiden.

Und außerdem:

• GartenCast – Gartentipps zum Hören: http://www.lwg.bayern.de/internet/stmlf/behoerden/lwg/gartenakademie/38289/index.html

• Gemüseblog - der Veitshöchheimer Gemüse-Schaugarten: http://www.lwg.bayern.de/internet/stmlf/behoerden/lwg/gartenakademie/41147

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Pressemitteilung Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

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