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Trotz Sommerhitze

Warum Ihr Euren Rasen seltener gießen solltet

Rasensprenger
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Den Rasen im Sommer seltener zu bewässern ist kein Fehler.

Der Hochsommer ist in vollem Gange. Die Landschaft liegt in vielen Teilen Deutschlands im Trockenen. Die Flora und Fauna vor dem Vertrocknen zu bewahren ist wichtig, aber ebenso bedeutend ist es, Wasser zu sparen. Lässt sich ein Kompromiss finden, um das Rasensterben zu verhindern und gleichzeitig den Wasserkonsum niedrig zu halten?

Bei sommerlichen Temperaturen Trinkwasser zu sparen ist in einigen Teilen Deutschlands existenziell, da es während der Trockenperiode verknappen kann. Deshalb sprechen auch viele Menschen von einer Verschwendung dieser wichtigen Ressource, wenn dieses Wasser zum Gießen der Gärten benutzt wird.

Dennoch muss der Rasen bewässert werden, wenn es tage- oder wochenlang nicht regnet. Viele gehen davon aus, dass es im Sommer wichtig ist, das Gras täglich zu befeuchten, um dessen Schönheit zu erhalten. Aber „es ist absolut falsch, dem Rasen jeden Tag ein bisschen Wasser zu geben“, so Harald Nonn, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft.

Ständiges Gießen ist sogar schädlich

Gießt man den Rasen täglich ein bisschen, beispielsweise mit einem Rasensprenger, so wird nur die Oberfläche benässt. Das Wasser hat keine Möglichkeit, bis in die Wurzeln zu gelangen. Folglich wandern die Wurzeln Richtung Oberfläche, wo sich das Wasser befindet, das sie benötigen.

Da sich die Pflanzen dann nicht mehr in der Tiefe verwurzeln, sind sie noch anfälliger für Trockenheit. Wenn der Rasen also zu oft bewässert wird, ist dies auf Dauer sogar schädlich für diesen, weil es nur kurzfristig den Durst der Pflanzen stillt. Doch woran merkt man denn, dass die Grünfläche am Verdursten ist?

Der Wassermangel lässt sich zunächst daran erkennen, dass die Grashalme ihre Spannkraft verlieren. Feststellen lässt sich dies am einfachsten durch den sogenannten Tritttest. Hier tritt man in die Wiese und zieht seinen Fuß anschließend wieder weg. Stellen sich nun die Halme von selbst wieder auf, ist eine Bewässerung noch nicht von Nöten. Bleiben sie jedoch liegen, empfiehlt es sich, den Rasen ausgiebig zu befeuchten.

Ein weiteres Anzeichen für durstiges Gras ist ein leichter Graustich, das heißt der Rasen erstrahlt nicht mehr in saftigem Grün sondern ist gräulich gefärbt. Ansonsten ist die gängige Regel, die Grünfläche bei sommerlichen Temperaturen einmal wöchentlich kräftig zu gießen.

Wie viel Wasser ist genug?

Wie viel Wasser für einen Gießvorgang nötig ist, hängt von der Beschaffenheit des Bodens ab. Handelt es sich um einen sandigen Boden, werden circa 15 Liter Wasser pro Quadratmeter benötigt. „Bei einer klassischen Rasengröße von 200 Quadratmetern reden wir über einen Wasserbedarf von drei Kubikmetern, also 3000 Liter“, sagt Nonn. So haben die Pflanzen einen ausreichenden Wasserspeicher, an dem sie sich bedienen können.

Festere und lehmige Böden hingegen vertragen bis zu 20 Liter Flüssigkeit pro Quadratmeter. Böden mit dieser Eigenschaft haben die Fähigkeit, mehr Wasser zu speichern und müssen folglich auch weniger oft gegossen werden. Bei sandigem Boden lässt sich Trockenheit daher auch wesentlich früher erkennen.

Am besten eignet sich für die Bewässerung ein Rasensprenger, da die ausreichende Bewässerung einer größeren Fläche schon einige Zeit beanspruchen kann. Bei einigen lässt sich dort die Abgabemenge einstellen. Ansonsten gibt es auch einen sogenannten Durchflussmengenzähler zu kaufen, welcher misst, wie viel Wasser schon verbraucht wurde. Alternativ kann man natürlich auch einfach einen Blick auf den Zählerstand der Wasseruhr im Haus werfen.

nz

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