Absender unbekannt

Vorsicht bei Gratis-Pflanzensamen

Saatgut, das man als Werbesendung erhält, sollte man nicht aussäen. Es kann unter Umständen Keime oder Pilze enthalten. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn
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Saatgut, das man als Werbesendung erhält, sollte man nicht aussäen. Es kann unter Umständen Keime oder Pilze enthalten. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

Oftmals liegen der Werbepost Pflanzensamen als Proben bei. Doch Experten raten diese keinesfalls auszusäen, wenn der Absender unklar ist. Unter Umständen richten die Samen nämlich großen Schaden an.

Quedlinburg (dpa/tmn) - Manchmal kommen sie per Post als Werbebeilage: Doch wer kostenlos Pflanzensamen von einem unbekannten Absender geschickt bekommt, sollte vorsichtig sein. Denn oftmals sei das Ursprungsland dieser Pflanzensamen unbekannt, warnt das Julius Kühn-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.

Die Experten raten davon ab, die Samen auszusäen. Insbesondere, wenn es keine genauen Angaben gibt, um welche Pflanze es sich handelt. Das fremde Saatgut sollten Verbraucher auch nicht auf dem Kompost oder in der Biotonne entsorgen. Es gehört vielmehr in den Hausmüll.

Nach Meinung der Experten könnten in solchen Samen-Mischungen nichtheimische invasive Pflanzenarten oder Unkräuter stecken. Außerdem sei denkbar, dass sich am oder im Saatgut etwa Pilze, Bakterien oder Viren befinden.

Noch ein Tipp vom Nabu Baden-Württemberg: Wer gutes Saatgut sucht, sollte darauf achten, dass es sich um samenfeste Sorten handelt. Diese lassen sich natürlich vermehren - im Gegensatz zu sogenannten Hybridsorten, die meist mit dem Zusatz "F1" gekennzeichnet sind. Hybridsorten wachsen in der ersten Generation gut, doch im Folgejahr müsste man nach Angaben der Experten dann neues Saatgut kaufen.

© dpa-infocom, dpa:200902-99-404141/4

JKI: Pflanzensamen

Nabu: Samenqualität

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