Herbstregen: Häuser vor Überschwemmung schützen

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Die Zeit der starken Herbstregenfälle naht. Wie jedes Jahr werden wieder tausende Keller unter Wasser stehen, befürchten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren.

Die Gründe für einen nassen Keller sind vielfältig. Manchmal liegt die Schuld allein an der Unachtsamkeit der Hausbesitzer, wenn etwa bei Regen die Kellerfenster offen bleiben. Oftmals läuft allerdings das Wasser an Bereichen vor den Kellerfenstern oder aus Lichtschächten nicht schnell genug ab. Dies kann nicht nur an zu kleinen oder falschen eingebauten Abflüssen liegen, sondern auch an dem Baugrund. Ist der Boden nicht gut versickerungsfähig, sollte die Entwässerung auf jeden Fall technisch nachgebessert werden, da sonst dass Wasser durch die Kellerfenster ins Haus eindringen kann.

Innerhalb der letzten Jahre konnten Experten allerdings auch beobachten, dass, vermutlich aufgrund des Klimawandels, die Regengüsse im Herbst immer stärker werden. Darauf sind die meisten Bauherren noch nicht vorbereitet. Im Gegensatz zu den Vorschriften für Schutz vor den ebenfalls stärker gewordenen Stürmen wurden die Regenrückhaltesysteme noch nicht an diese Entwicklung angepasst. Auch bei Neubauten kann es deshalb vorkommen, dass diese Systeme das Wasser nicht mehr fassen können, so dass es in die Keller der Häuser gedrückt wird.

Der Verband Privater Bauherren fordert deshalb nun, dass Kommunen beim Ausweisen von neuem Bauland ausweisen für entsprechende Rückhaltebecken sorgen sollen. Zum anderen sollten die Bauherren sich auch selbst um die Sicherung ihrer Keller und Häuser kümmern und dies nicht allein dem Bauunternehmer überlassen. Wer neu baut sollte sich etwa bei seinen Nachbarn nach deren Erfahrungen bei starken Regenfällen fragen. Meist haben in einem Wohngebiet alle die gleichen Probleme.

Sind die im Vorfeld bekannt, kann der zukünftige Hausbesitzer rechtzeitig planen und sich informieren, wie er diese verhindern kann. Damit zusätzlich eingebaute Schutzsysteme gegen Regen dann aber auch regelmäßig gewartet werden, sollten diese auch im Bauvertrag aufgelistet werden.

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