Heizungspumpen: Versteckte Stromfresser

Hamburg - Sie verbraucht mehr Strom als Waschmaschine und Kühlschrank zusammen: die herkömmliche Heizungspumpe. Eine hocheffiziente Variante spart in einem Heizsystem bis zu 80 Prozent Strom.

Das „Herz der Heizung“ sorgt dafür, dass warmes Wasser zwischen Heizkessel und Heizkörper zirkuliert und so die Räume wärmt. Veraltete Heizungspumpen laufen aber ungeregelt und rotieren selbst im Sommer mit gleicher Leistung weiter. Die Folge: Sie verbrauchen viel Strom. In einem Vierpersonenhaushalt macht das bis zu zehn Prozent der Stromkosten aus. „Jährlich könnten in Deutschland 90 Millionen Euro Betriebsstromkosten eingespart werden – allein durch den Einbau einer modernen Heizanlage mit Hocheffizienzpumpe“, erklärt Helmut Jäger, Geschäftsführer des Solarheizsystemherstellers Solvis.

Sparsam Pumpen

Anders als alte Umwälzpumpen werden Hocheffizienzpumpen nur dann aktiv, wenn sie gebraucht werden. Um eine optimale Leistung zu erreichen, sollten Immobilienbesitzer beim Kauf einer neuen Heizung darauf achten, dass die Pumpe mit einem Energie-Label ausgezeichnet ist. Die Bewertung „A“ entspricht der höchsten Effizienz und damit dem geringsten Energieverbrauch. Träger des Energie-Labels der Klasse A ist zum Beispiel die Wilo-Hocheffizienzpumpe, die im Heizkessel SolvisMax integriert ist. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat eine Liste mit allen Heizungspumpen der Energieeffizienzklasse A unter www.bafa.de veröffentlicht.

Austausch lohnt

Wird die Pumpe nachträglich eingebaut, muss sie auf die anderen Anlagenteile der Heizung abgestimmt werden. Dann arbeitet sie optimal und ohne störende Geräusche. Die KfW fördert noch bis zum 30. November 2010 den Einbau von Hocheffizienzpumpen mit einem Zuschuss von 25 Prozent der Kosten, sofern die Schlussrechnung bis zum 31. August 2010 gestellt wurde. Bedingung für die Förderung ist außerdem die Durchführung eines Heizungschecks und eines hydraulischen Abgleichs durch einen Fachhandwerker. Die Kosten für einen Pumpenaustausch belaufen sich inklusive Montage auf etwa 300 Euro. Durch die eingesparten Stromkosten rechnet sich die Investition bereits nach drei bis fünf Jahren.

AMG Hamburg

Rubriklistenbild: © dpa

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