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Kosten und Ablauf

Hundeführerschein bald Pflicht? Das sollten Hundebesitzer jetzt wissen

Seitlicher Blick auf eine sportliche Frau in Sportkleidung, die sich dehnt. Der Hund macht dabei vor ihr Platz.
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Klappt das Zusammenspiel zwischen Hundebesitzer und Vierbeiner? Das soll mit einem Hundeführerschein nachgewiesen werden.

In Baden-Württemberg soll der Hundeführerschein eingeführt werden, in anderen Bundesländern ist er schon Pflicht. Wie man ihn bekommt, was er kostet und wie der Test abläuft, lesen Sie hier.

Hundebesitzer sollen zukünftig in Baden-Württemberg ihre Expertise nachweisen und einen Hundeführerschein besitzen. In manchen Bundesländern ist der Nachweis einer sachkundigen Hundeerziehung* schon länger Pflicht. Was bedeutet das jedoch für die Hundehalter? Welche Kosten kommen auf einen zu und wie absolviert man den Test? In diesem Artikel finden Sie Antworten über die wichtigsten Fragen zum Hundeführerschein.

Was ist der Hundeführerschein?

Der Hundeführerschein ist ein Befähigungsnachweis für Hundebesitzer. Um diesen Nachweis zu erlangen, müssen Hundehalter und Vierbeiner eine Prüfung ablegen. Die Prüfung wird von Hundebesitzer und Hund in einem theoretischen und praktischen Teil absolviert. Der Theorieteil kann beim Hundeführerschein online gemacht werden. Da es keine einheitlichen Richtlinien gibt, werden die Testinhalte von Vereinen und Verbänden individuell festgelegt. Der Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) legt drei Richtlinien fest: Sachkunde des Hundehalters, Grundgehorsam des Hundes und Sozialverträglichkeit des Vierbeiners. Der Hundeführerschein ist dabei so lange gültig, wie Mensch und Vierbeiner zusammenleben. Legen Sie sich also einen neuen oder weiteren Hund zu, so muss die Prüfung erneut absolviert werden. Dies ist ein großer Unterschied zum Sachkundenachweis, der lebenslang gültig ist.

In welchen Bundesländern ist der Hundeführerschein Pflicht?

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es keine einheitliche Pflicht zum Hundeführerschein. Jedes Bundesland hat andere Regelungen. Manche verlangen den Sachkundenachweis für alle Vierbeiner, andere nur für Listenhunde.

  • Bayern: Wer in Bayern einen Listenhund der Kategorie 2 (z.B. Bullterrier, Rottweiler) halten möchte, braucht ein sogenanntes Negativzeugnis. Um diesen Nachweis zu erhalten, muss der Hundehalter eine Prüfung bei einem speziell geschulten Gutachter vorlegen. Dieser überprüft dabei, ob der Hundebesitzer sein Tier unter Kontrolle hat, potenzielle Gefahren erkennt und im Notfall situativ richtig reagiert.
  • Berlin: Hundebesitzer potenziell gefährlicher Rassen müssen in der Bundeshauptstadt einen Sachkundenachweis vorlegen. Unabhängig der Rasse gilt Leinenpflicht, zum Beispiel in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen sowie auf Sport- und Campingplätzen.
  • Niedersachsen: In Niedersachsen müssen Hundebesitzer generell einen Hundeführerschein bzw. die Sachkunde nachweisen. Der Theorieteil muss vor der Aufnahme eines Hundes, der praktische Teil im ersten Jahr der Hundehaltung absolviert werden.
  • Nordrhein-Westfalen: Sind Sie Halter einer gefährlichen Rasse oder eines großen Hundes, so müssen Sie einen Sachkundenachweis erbringen. Ab einer Widerristhöhe von 40 Zentimeter oder einem Gewicht von 20 Kilogramm gilt ein Hund in NRW als groß.

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Wie läuft die Prüfung zum Hundeführerschein ab?

Die Prüfung für den Hundeführerschein besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil. Die Theorie kann dabei online stattfinden. Hierbei müssen Hundehalter 30 bis 40 Fragen zu Hundeverhalten, Hundeerziehung und Hundehaltung beantworten. Besteht man die Theorie, ist man für die praktische Prüfung zugelassen. In der Praxis müssen Hundebesitzer den Beweis erbringen, dass sie ihren Hund unter Kontrolle haben – in sämtlichen Alltagssituationen. Die speziell ausgebildeten Prüfer achten dabei nicht gezielt auf Hund oder Mensch, sondern auf das Zusammenspiel zwischen den beiden.

Wo kann man den Hundeführerschein machen?

In ganz Deutschland gibt es zahlreiche Vereine und Verbände, die die Hundeführerscheinprüfung anbieten. Auf den Webseiten des VDH, BVZ und BHV finden Hundebesitzer einen Prüfungsort in der Nähe. Jeder Hundeverein in Deutschland hat Hundeplätze, wo die Prüfung abgelegt werden kann.

Was kostet ein Hundeführerschein?

Die Kosten für einen Hundeführerschein betragen zwischen 90 und 130 Euro für den theoretischen und praktischen Teil. Der Betrag kann je nach Bundesland und Prüfer variieren. Manche Hundebesitzer absolvieren den Hundeführerschein zu ihrer eigenen Sicherheit. Zudem bringt es Steuervergünstigungen mit sich. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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