Immobilienfonds: Stiftung Warentest warnt vor Panik

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Berlin - Nach der Auflösung von drei offenen Immobilienfonds innerhalb von zehn Tagen warnt die Stiftung Warentest vor Panik. Nicht allen Fonds gehe es schlecht, zahlreiche seien besser als der Markt.

Das teilte die Stiftung am Dienstag in Berlin mit. In einer Bewertung für die Zeitschrift “Finanztest“ habe der Fonds Grundbesitz Europa der Deutschen Bank mit 77,4 Punkten am besten abgeschnitten, gefolgt von der Deka-Immobilien Global mit 75,0 Punkten. Der Fonds Hausinvest Europa habe Platz drei mit 73,4 Punkten erreicht. Demgegenüber sei der jetzt zur Auflösung kommende Fonds Degi Europa auf eine Bewertung von nur 13,1 Punkte gekommen. Die Stiftung rät Anlegern, bei der Qualitätsprüfung der Fonds auch auf die Leerstandsquote und die auslaufenden Mietverträge der Immobilien zu achten. Je geringer die Leerstandsquote, desto besser, heißt es. Bei den Mietverträgen komme es darauf an, dass sie möglichst gleichmäßig ausliefen.

Müsse das Fondsmanagement allerdings in einem womöglich schwierigen Jahr eine Vielzahl von Mietverträgen neu aushandeln, sei das schlecht. Von 21 getesteten Fonds sind den Angaben zufolge derzeit sieben geschlossen. Sie nehmen also keine Anteile mehr zurück. Allerdings seien alle Fonds aktuell noch in ihrem ersten Schließungsjahr, was bedeute, dass sie die Schließungszeit noch einmal um ein Jahr verlängern können, ehe sich für sie die Schicksalsfrage “öffnen oder abwickeln“ stelle. Die Fonds Degi Europa, Kanam US-Grundinvest und Morgan Stanley P2 Value verfügten nicht über genügend flüssige Mittel, um wieder öffnen zu können. Aus diesem Grund kündigten die Gesellschaften die Verwaltung der Fonds. Die Immobilien werden verkauft und das Geld nach und nach an die Anleger ausgezahlt.

dapd

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