SPD will Bestellerprinzip ausweiten

Maklerprovision bei Immobilienvermittlung: Was ist fair?

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Rosenheim - Immer wieder werden von der politischen Seite, diesmal von der SPD, Bestrebungen laut, die seit Jahrzehnten bewährten Regelungen bei den Vergütungen der Makler gesetzlich zu ändern und festzusetzen. Warum will hier der Staat in altbewährte Marktgepflogenheiten eingreifen?

Bereits im Vermietungssektor besteht seit der Gesetzesänderung zum 1. Juni 2015 das sogenannte Besteller-Prinzip. In der Regel sucht sich der Vermieter einen Makler, der ihm die umfangreiche Dienstleistung abnimmt, um einen solventen und geeigneten Mieter zu finden. Mit dem Bestellerprinzp hat dieser dann auch die Maklerprovision zu bezahlen. Die SPD will das Bestellerprinzip nun auch auf den Verkauf von Immobilien ausweiten.

Ist diese Regelung gerecht?

Um Kosten zu sparen, verführt die Regelung die Vermieter dazu, sich selbst als "Laie" um die zeitraubende Suche und Ausformulierung eine Mietvertrages zu kümmern. Dass sich manche Vermieter besser helfen können als andere, bleibt unbenommen.

Diese neue Vorgabe ist deshalb nicht gerecht, weil ein Makler für beide Vertragspartner arbeitet und die Interessen aller zu berücksichtigen hat. Natürlich hat in der derzeitigen Marktsituation des geringen Angebots an Mietwohnungen der Vermieter das Sagen und argumentiert: Wer zahlt, schafft an. Ob dies gesund ist, darüber lässt sich eigentlich nicht streiten.

Es kommen auch wieder andere Zeiten, in denen für die Vermietung deutlich mehr Aufwand betrieben werden muss. Eine Aufteilung der Maklerkosten für seine fachmännische Tätigkeit zwischen den Parteien wäre sinnvoller, praktikabler und gerechter gewesen. Eine einseitige Zuordnung des gesamten Maklerlohnes von insgesamt 6 Prozent zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertssteuer beim Verkauf einer Immobilie an den Verkäufer scheint uns engagierten Fachleuten nicht richtig.

Der Staat verdient mit

Auch verteuert diese Regelung den Verkaufspreis. Der Staat kassiert mehr Grunderwerbsteuer; auch die Notar-und Gerichtskosten verteuern sich. Jede Seite nimmt die Dienstleistung des Maklers in Anspruch, sodass eine Aufteilung wie bisher zwischen Verkäufer und Käufer gerecht erscheint.

Ein Eingreifen des Gesetzgebers ist nicht notwendig und sollte hier unterbleiben, auch wenn sich manche Politiker gerne für die sogenannte Verbraucherseite mehr als notwendig einsetzen wollen. Ein gute und seriöse Dienstleistung sollte man auch von dieser Seite anerkennen und nicht für parteipolitische Zwecke missbrauchen. Wenn andere Bundesländer mit anderen Gepflogenheiten zufrieden sind und damit gut auskommen, sollte auch dies beibehalten werden. Nicht alles muss der Staat regeln.

Die Vertragsparteien, seien dies die Käufer und Verkäufer, bei Mietverträgen die Vermieter und Mieter, können bei gerechter Aufteilung der Kosten von jedem Makler fachgerechte und engagierte Arbeit verlangen. Wenn ein Makler dies nicht leisten will, hat ein Marktteilnehmer ja die Möglichkeit, sich den richtigen Partner zu suchen.

Wir von thalmeier Dienste Immobilien wissen um diese umfangreiche und verantwortungsvolle Aufgabe. Seit nunmehr ca. 35 Jahren haben wir eine überaus große Anzahl von Kauf- und von Mietverträgen vermitteln können und sind über diese lange Zeit mit umfangreichen Erfahrungen ausgestattet. Wir sind nach wie vor engagiert bei der Arbeit und stehen gerne zur Verfügung.

Kontakt

thalmeier Dienste Immobilien GmbH & Co. KG
Samerstr. 27
83022 Rosenheim

Tel: 08031 7477
Fax: 08031 72 8 71

E-Mail: info@thalmeier.de
Homepage: www.thalmeier.de

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