"Ihr könnt mich mal"

Keine Wohnung gefunden - so gnadenlos rechnet ein Schwabe ab

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Die Mieten sind teuer und die Konkurrenz groß - da kann einem schon mal der Kragen platzen. In Stuttgart rechnete ein Wohnungssuchender deshalb gnadenlos ab.

Seinen Aushang titulierte der Schreiber ganz groß mit "Ich suche keine Wohnung" - das hat er nämlich schon längst aufgegeben. Denn seine Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft im Zentrum Stuttgarts zeigte keine Früchte.

In seinem Zettel rechnet er nun mit der Wohnsituation in Baden-Württembergs Hauptstadt ab - und dem, was seiner Meinung nach allen Suchenden den Garaus macht.

"F*ck dich": Wohnungssuchender rechnet ab

"Ich bin durch", schreibt der Autor. "Ich weiß, ein total nettes Paar, beide Mitte 30 ohne Kinder in Festanstellung suchen eine Wohnung. Aber deren Leben klingt wie lebend sterben. Die sollen von ihren E-Bikes fallen und die ganzen verf***ten Chia-Samen aus dem Arschloch wieder rausbluten."

Neben den geschniegelten Muster-Mietern hat ein "Normalsterblicher" seiner Meinung nach wohl keine Chance auf dem Wohnungsmarkt. Die überteuerten Preise sorgen bei dem Schreiber nochmal extra für Zornesfalten:

"Und Du kannst Dir Deine Schuhschachtel für 20 Euro den Quadratmeter in Deine Halbhöhenlagen-Breuningerstammkunden-Gelfrisur schmieren. Ihr könnt mich mal. Ich geh zurück auf die Alb."

Anstatt der üblichen Zetteln, die mit der Nummer beschriftet sind und abgerissen werden sollen, dürfen Passanten "F*ck dich"-Schnipsel mitnehmen.

nimm das #gentrification #notesofstuttgart | #stuttgart #0711 | #endofmessage | #word #lol #nofilter

Ein Beitrag geteilt von José A. Diego (@j.a.diego) am

Aushang spricht den Menschen "aus der Seele"

Im Netz wird die Kritik am Stuttgarter Wohnungsmarkt gefeiert. Einige gratulieren dem Autor zu seiner Racheaktion: "Du sprichst damit so unendlich vielen aus der Seele - leider. Sehr geile Aktion, und auch wenn sie wahrscheinlich nichts an diesem Drama ändern wird.. Danke dafür!"

In München sorgte ein Aushang der anderen Art für Aufruhr, wie tz.de berichtete - hier beschwerte sich ein Anwohner über die trocknende Unterwäsche der Nachbarin. Oder was halten Sie von dem Fall in Berlin, wo sich ein Nachbar über die nächtlichen Aktivitäten der Mitmieter empörte?

Auch interessant: Bei Renovierungsarbeiten entdeckte ein Handwerker einen 22 Jahre alten Brief im Gemäuer.

Von Franziska Kaindl

Rubriklistenbild: © Instagram / j.a.diego

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