Miete mindern, wenn die Flächenangabe nicht stimmt

München - Falsche Angaben zur Wohnungsgröße berechtigen zu einer Mietminderung - aber nur sofern die tatsächliche Wohnfläche um mehr als zehn Prozent unter den Angaben im Mietvertrag liegt.

Dies hat das Münchner Amtsgericht in einem nun rechtskräftig gewordenen Urteil klargestellt. Dies gilt allerdings nur dann, wenn sich Mieter und Vermieter im Vorfeld schriftlich auf eine bestimmte Wohnungsgröße verständigt haben. Bloße Angaben in Zeitungsannoncen reichten hingegen nicht aus, teilte das Gericht am Montag mit (Az.: 424 C 7097/09). Im vorliegenden Fall fehlte genau diese Vereinbarung.

Eine Frau hatte 2007 eine Münchner Dachgeschosswohnung angemietet, sich ein knappes Jahr später über eine falsche Größenangabe beschwert und ihre Miete gekürzt. Statt der in einer Annonce angegebenen 36 Quadratmeter soll die Wohnfläche nur 24 Quadratmeter betragen. Vom Amtsgericht wurde die Frau nun zur Zahlung des rückständigen Mietzinses verdonnert - im Mietvertrag waren nämlich keinerlei Angaben zur Wohnungsgröße enthalten.

dpa

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