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Schimmelpilz in Wohnungen - muss das sein?

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Es gibt viele Tricks, um sich den Schimmelpilz vom Hals zu halten. Spezialist Matthias Kraus hat zahlreiche Tipps für sie parat und steht Ihnen bei einem Schimmelbefall mit Rat zur Seite.

In vielen Wohnungen entsteht im Laufe der Jahre Schimmelpilz an Wänden, Decken, Fenstern und Türen. Vor allem im Winterhalbjahr, also in der Heizperiode, wenn es draußen kalt und innen schön warm ist, nistet sich der Schimmelpilz gerne ein. Bevorzugte Stellen sind Außenwände und Fenster, vor allem hinter Schränken und Betten in unbeheizten Schlafzimmern. Aber auch das Badezimmer, wo es meistens sehr feucht und warm ist sowie viel benutzte Küchen ohne ausreichende Lüftungsmöglichkeit oder Dunstabzugsanlage sind gefährdete Bereiche.

Auch wenn durch den Schimmelpilz bisher bei gesunden Menschen mit intakter Immunabwehr noch keine größeren direkten gesundheitlichen Beeinträchtigungen nachgewiesen werden konnten, sollte doch vorsichtshalber und im Sinne der allgemeinen Hygiene Schimmelpilz in Wohnungen nicht toleriert werden. Allein schon das mögliche allergene Potential von Schimmelpilz sollte Grund genug sein, hiergegen Maßnahmen zu ergreifen.

Was tun?

Natürlich gibt es hierauf keine pauschale und immer gültige Antwort. Falls Ihre Wohnung oder Ihr Haus bereits vom Schimmelpilzbefall betroffen ist, helfen kurzfristig die auf dem Markt befindlichen Anti-Schimmel-Mittel. Jedoch kann Schimmel langfristig nur verhindert werden, wenn man ihm die Existenzgrundlage entzieht. Damit sind die Voraussetzungen für weiteres Wachstum nicht mehr gegeben bzw. wird die Entstehung von vornherein verhindert.

Insbesondere Feuchtigkeit und Wärme sind zwei wesentliche Faktoren für die Entstehung und das Wachstum von Schimmelpilz. Deshalb ist es besonders wichtig, darauf zu achten, im Winter richtig zu heizen und zu lüften.

Hier ein paar konkrete Tipps für Sie:

- Sorgen Sie immer für ausreichende Beheizung der bewohnten Räume. Übertriebenes Herunterdrehen der Heizung kann Schimmelwachstum fördern!

- 20 Grad gilt als normale Temperatur in bewohnten Räumen, im Bad darf es auch etwas mehr sein.

- Lüften Sie sämtliche Räume mindestens drei Mal am Tag für ca. fünf bis acht Minuten. Dadurch wird die Luft ausgetauscht und die Feuchtigkeit nach außen transportiert. Wände, Decken und Möbel bleiben aufgrund der kurzen Stoßlüftung noch warm und erwärmen auch die ausgetauschte Raumluft innerhalb kürzester Zeit wieder nach. Größere Energieverluste werden so vermieden.

- Lüften Sie das Bad zusätzlich unmittelbar nach dem Duschen oder Baden.

- Lüften Sie die Küche zusätzlich nach dem Kochen.

- Auch das Schlafzimmer sollte geheizt werden, mindestens aber sollte hier morgens nach dem Aufstehen ausgiebig gelüftet werden, um die in der Nacht vom Körper abgegebene Feuchtigkeit nach draußen zu befördern.

- Keine Dauerlüftung mit gekippten Fenstern! Dies ist nämlich äußerst uneffektiv, kostet unnötig Energie und kühlt lediglich den Raum ohne ausreichenden Luftaustausch aus.

- Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht auf einem Wäscheständer in der Wohnung. Hierdurch wird sehr viel Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben. Nutzen Sie eine Wäschetrocknungsmöglichkeit im Freien oder in einem gut belüfteten Waschraum. Oder benutzen Sie einen Abluftwäschetrockner, der die Feuchtigkeit über ein Rohr direkt nach draußen befördert.

- Die Luft draußen ist im Winter auch bei Schneefall oder Regen in der Regel wesentlich trockener als drinnen, was die absolute Luftfeuchtigkeit anbelangt. Im Winter macht also das Lüften bei jedem Wetter Sinn. Natürlich nur, soweit der Niederschlag nicht direkt durch das Fenster eindringt!

Sollten diese Tipps Ihnen nicht weiterhelfen oder bereits ein massiver Schimmelschaden vorliegen, dann empfehle ich Ihnen, sich fachlichen Rat zu suchen!

Planen, bauen und sanieren: Matthias Kraus

Über Matthias Kraus:

Matthias Kraus ist Architekt mit langjähriger Erfahrung und Sachverständiger für Schäden an Gebäuden mit TÜV geprüfter Qualifikation. Zusätzlich hat er sich auf das Thema Schimmelpilzschäden in Innenräumen spezialisiert und auch hierzu eine spezielle TÜV-Prüfung erfolgreich abgelegt.

Matthias Kraus ist Verbandssachverständiger im Bundesverband Deutscher Bausachverständiger BBauSV.

Kontaktdaten:

Dipl.-Ing. Univ. Architekt Matthias Kraus

Sachverständiger für Schäden an Gebäuden (TÜV)

Sachverständiger für Schimmelpilzschäden in Innenräumen

Verbandssachverständiger BBauSV

Kolbermoorer Str. 74a

83109 Großkarolinenfeld

Tel.: 08031/2907931

Mobil: 0151/20796531

E-Mail: kraus@bauschaden-bayern.de

www.bauschaden-bayern.de

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