Schiefer: Wiederentdeckung eines Baustoffs

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Schiefer gewinnt auch bei moderner Architektur an Einfluss.

Schiefer ist ein Baustoff mit Tradition. Denn der Naturstein aus Glimmer, Ton und Quarz passt zur wachsenden Nachfrage nach natürlichen und langlebigen Baumaterialien. Außen wie innen findet er deshalb wieder mehr Verwendung.

Schlichter Schiefer ist ein traditionsreicher Baustoff und wurde als Baumaterial im Rheinland bereits in der Römerzeit abgebaut. Auch im Umfeld moderner Architektur erfreut sich das Material großer Beachtung. Denn es ist langlebig, vielseitig und als Material für Dächer und Fassaden genauso wie als dunkel-schlichter Bodenbelag geeignet, berichtet das Immobilienportal Immowelt.de. In Küche und Bad hält der seidig glänzende Stein mit der abwechslungsreichen Struktur vor allem Einzug bei Arbeitsplatten oder Einfassungen von Badewannen und Waschtischen.

Die Kosten des Schiefers hängen vor allem von seiner Herkunft ab. Spanien ist mittlerweile der wichtigste Schieferlieferant in Europa und bietet seinen Schiefer deutlich günstiger an als beispielsweise Deutschland. Dennoch ist und bleibt Schiefer ein vergleichsweise teures Material. Pro Quadratmeter kostet die klassische altdeutsche Dachdeckung inklusive der Verlegung etwa 80 Euro. Doch betrachtet man die gesamte Nutzungsdauer, ist Schiefer nicht zwangsläufig kostenintensiver als andere Materialien, erläutert Immowelt.de. Denn den anfangs höheren Investitionskosten stehen die hohe Lebensdauer von über 100 Jahren und die weitgehende Wartungsfreiheit gegenüber.

Die Qualität von Schiefer kann stark variieren. Diese lässt sich anhand der Anzahl und der Vernetzung der Glimmerlagen bestimmen – je mehr, desto besser. Auch bei den Oberflächen ist Schiefer nicht gleich Schiefer, sondern wird in den Varianten spaltrauh, poliert oder gebürstet angeboten.

Um die Oberfläche strapazierfähiger und pflegeleichter zu machen, wird Innenraum-Schiefer zusätzlich imprägniert, geölt oder mit Steinwachsen versiegelt, denn der Naturstein ist unbehandelt säureempfindlich. Unabhängig davon sollte jedoch bei der Auswahl der Bodenplatten auch auf Abriebfestigkeit geachtet werden, rät Immowelt.de. Am Besten sind für den Boden feinkörnige Strukturen geeignet, die gleichmäßig dunkel gefärbt sind. Auf eine stärkere Flammung sollte lieber verzichtet werden, da sie ein Zeichen für Kalkeinschlüsse sind.

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