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Ärger mit den Nachbarn

„An unsere jungen Nachbarn“: Anwohner macht sich über Müllproblem Luft und bekommt im Netz Gegenwind

Volle Tonnen und Kartons, die nicht klein gemacht sind. Immer gibt es Ärger mit der blauen Papiertonne – einem Anwohner reicht es.

Im nachbarschaftlichen Miteinander gibt es immer wieder Reibereien und Streitigkeiten. Oft werden die so lange unter den Teppich gekehrt, bis dann ein größerer Knall kommt. Die Probleme sind unterschiedlich: Mal sind es schreiende Kinder in der Nacht, mal Wutausbrüche eines streitenden Pärchens – häufig werden die negativen Beispiele des Miteinanders dann geteilt. Erst machen sich entnervte Anwohnerinnen und Anwohner mit Zetteln Luft, die sie im Hausflur aufhängen. Dann landen die Briefe bei Instagram, wo sie viele Menschen erreichen. Der Instagram-Account notesofberlin teilt solche Briefe gerne.

Immer Ärger mit der Papiermülltonne. Vor allem nicht kleingemachte Pakete sorgen für immer volle Tonnen. (Symbolbild)

Müllproblem: Anwohner schießt gegen „junge Nachbarn“ – Ironie trifft auf Stereotype

Die Menschen bekommen immer mehr von unterschiedlichen Online-Shops zugeschickt. Das heißt vor allem, dass viele Kartons in den Müll wandern. Viele Häuser und Wohngemeinschaften haben unter anderem dafür eine blaue Tonne angeschafft. Die ist meist sehr schnell voll und es gibt immer einen Grund, sich aufzuregen. So geschehen wohl auch in einer Hausgemeinschaft in Berlin. Ein Anwohner sieht die Schuld für die überfüllten Tonnen vor allem bei den junge Menschen in seinem Haus. Mit rhetorischen, teils überspitzen Fragestellungen macht er seinem Ärger mittels Aushang Luft: „Wenn also größere Behälter für mehr Papier-Müll mehr Geld pro Abholung kosten, ist es dann schlau zu denken, dass die Jungs von der BSR (Berliner Stadtreinigung, Anm. d. Redaktion) den Berg auf der überfüllten Tonne einfach hinnehmen?“

Der gesamte Zettel trieft vor Ironie gepaart mit Stereotype über hippe junge Menschen in Berlin. Übertragen werden kann das aber auch leicht auf Menschen aus anderen Städten. Probleme mit der blauen Tonne kann es überall geben. „Außerdem müssen die die Tonne ankippen, damit sie rollt – und unser Weg zur Straße ist arg holperig... was wird da wohl passieren? Richtig!“ Passend dazu wurde auch auf Instagram ein Bild geteilt, auf dem der Papiermüll auf dem Wegesrand liegt.

„Das werden SIE nie kennenlernen“: Anwohner regt sich über junge Menschen auf

Schwere Arbeit ist laut dem Zettel nichts für junge Menschen, die ihr „Dinkelbrot bei Denn‘s kaufen“. Denn junge Menschen wüssten vielleicht gar nicht, „wo das Problem liegt“. Die Kritik an die, die das Papier nicht anständig entsorgen, wird in teils bösen Untertönen und einseitigen Formulierung durch die Blume mehr als deutlich. „Das werden SIE nie kennenlernen“, heißt es in dem Brief im Bezug auf die schwere Arbeit, die demnach nicht von jungen Menschen ausgeübt werde. Auch auf Instagram stoßen die Formulierungen auf Unverständnis.

Diese Stellen vergessen Sie beim Putzen andauernd

Wo laufen wir regelmäßig mit schmutzigem Schuhwerk drüber? Über die Fußmatte natürlich. Diese Stelle vergessen wir wahrscheinlich immer, weil es einfach zu offensichtlich ist. Deshalb sollte diese auch regelmäßig abgesaugt und feucht gereinigt werden.
Wo laufen wir regelmäßig mit schmutzigem Schuhwerk drüber? Über die Fußmatte natürlich. Diese Stelle vergessen wir wahrscheinlich immer, weil es einfach zu offensichtlich ist. Deshalb sollte diese auch regelmäßig abgesaugt und feucht gereinigt werden. © Waldmüller/IMago
Verstaubte Pflanzen sind ein ziemlich trauriger Anblick. Gönnen Sie Ihren grünen Freunden also mal ein kleines „Bad“, indem Sie mit einem feuchten Lappen darüber wischen.
Verstaubte Pflanzen sind ein ziemlich trauriger Anblick. Gönnen Sie Ihren grünen Freunden also mal ein kleines „Bad“, indem Sie mit einem feuchten Lappen darüber wischen. © Margit Brettmann/Imago
Reinigungsmittel. Lappen, Schwämme und Co. sollten regelmäßig ausgetauscht werden.
Auch Ihre Reinigungsmittel selbst müssen Sie im Auge behalten. Lappen, Schwämme und Co. sollten sowieso regelmäßig ausgetauscht werden. Weitere Putzutensilien säubern Sie am besten mit Desinfektionsmittel und warmen Wasser - und zwar nach jeder Verwendung. ©  SKATA/Imago
Junge Frau trägt Make-up mit einem Pinsel auf. Gerade Beauty- und Schminkprodukte werden schnell von Schmutz befallen.
Gerade Beauty- und Schminkprodukte werden schnell von Schmutz befallen - checken Sie deswegen auch hier regelmäßig, ob Ihre Pinsel, Cremes & Co. noch in Top-Zustand sind © Petra Schneider/Imago
Fernbedienung. Vom Fernsehschalter lassen wir nur ungern die Finger - deswegen ist er auch voller ziemlich fieser Bakterien, die wir über unsere Hände verbreiten.
Vom Fernsehschalter lassen wir nur ungern die Finger - deswegen ist er auch voller ziemlich fieser Bakterien, die wir über unsere Hände verbreiten. Besonders in den Ritzen bei den Knöpfen tummeln sich viele ungebetene Gäste. Reinigen Sie also nicht nur die Oberfläche der Bedienung, sondern auch die Einkerbungen. © YAY Images/Imago
Lichtschalter an einer Wand. Durch regelmäßiges Berühren sammeln sich auch hier zahlreiche Bakterien. Einfach mal mit Desinfektionsmittel oder einem feuchten Lappen darüber gehen.
Genau wie bei der Fernbedienung ist es mit dem Lichtschalter - durch regelmäßiges Berühren sammeln sich auch hier zahlreiche Bakterien. Einfach mal mit Desinfektionsmittel oder einem feuchten Lappen darüber gehen. © Peter Endig/Imago
Bücher vor einer Wand. Staub wirkt sich auf Dauer auf die Qualität des Papieres aus - wischen Sie also auch Ihre Bücher mindestens einmal im Jahr ab.
Wer kennt das nicht? Zuerst will man den spannenden Krimi gar nicht mehr aus der Hand geben und nach dem Auslesen landet er plötzlich im staubigen Regal. Doch der Staub wirkt sich auf Dauer auf die Qualität des Papieres aus - wischen Sie also auch Ihre Bücher mindestens einmal im Jahr ab. © Marcos Osorio/Imago
Ungemachtes Bett. Die Bettdecke sollte regelmäßig gewaschen werden. Alle zwei Wochen muss sie in der Waschmaschine landen.
Dass die Bettdecke regelmäßig gewaschen werden sollte, müsste eigentlich bekannt sein. Trotzdem lassen sich viele Deutsche damit viel mehr Zeit, als sie es sollten. Alle zwei Wochen muss sie in der Waschmaschine landen. © YAY Images/Imago
Gefüllter Kühlschrank mit Lebensmitteln. Kontrollieren Sie regelmäßig, wie lange das Essen noch gut ist und reinigen Sie den Kühlschrank mindestens zwei Mal im Jahr von Grund auf.
Oft vergessen wir bei Lebensmitteln auf das Haltbarkeitsdatum zu schauen und riskieren so Schimmel im Kühlschrank. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig, wie lange das Essen noch gut ist und reinigen Sie den Kühlschrank mindestens zwei Mal im Jahr von Grund auf. © Michael Gstettenbauer/Imago
Roter Wasserkocher. Sie wundern sich, warum der Wasserkocher so langsam ist? Dann wird es vielleicht mal wieder Zeit zu entkalken.
Sie wundern sich, warum der Wasserkocher so langsam ist? Dann wird es vielleicht mal wieder Zeit zu entkalken. Alle drei Wochen ist dieser Vorgang nötig - in Regionen mit härterem Wasser noch öfter. © YAY Images/Imago
Stofftiere im Regal. So niedlich die Stofftiere auch sind - Milben sind mindestens genauso große Fans von ihnen. Waschen Sie die Plüschtiere regelmäßig bei möglichst 60 Grad.
So niedlich die Stofftiere auch sind - Milben sind mindestens genauso große Fans von ihnen. Waschen Sie die Plüschtiere also regelmäßig bei möglichst 60 Grad. © Jürgen Ritter/Imago
Badewanne mit Duschvorhang. Auch der Duschvorhang braucht seine Reinigung: Einmal im Monat gehört er bei rund 30 Grad in die Waschmaschine.
Auch der Duschvorhang braucht seine Reinigung: Einmal im Monat gehört er bei rund 30 Grad in die Waschmaschine. ©  Shotshop/Imago
Reinigung der Toilette. Nach dem Kloputzen nicht die Bürste vergessen.
Nach dem Kloputzen nicht die Bürste vergessen! Am besten geben Sie bei der Badreinigung den WC-Reiniger in die Toilettenschüssel und halten die Bürste mit rein. © Joko/Imago
Zahnputzbecher werden besonders oft vernachlässigt: Dabei gehören sie zu den schmutzigsten Gegenständen im Haushalt! Putzen Sie ihn einmal in der Woche gründlich.
Zahnputzbecher werden besonders oft vernachlässigt: Dabei gehören sie zu den schmutzigsten Gegenständen im Haushalt! Putzen Sie ihn einmal in der Woche gründlich. © Jens Schicke/Imago

„Wie herablassend kann man sowas schreiben“ – Instagram-User regen sich auf

Der Beitrag wird bei Instagram divers kommentiert, einige regen sich über die Formulierung auf, andere haben dagegen auch Probleme mit der blauen Tonne in ihrer Nachbarschaft. Auch, dass der Papiermüll in Berlin kostenpflichtig ist, finden einige ungewöhnlich. Die Kommentare, die sich über die Art der Formulierung aufregen, sind derzeit aber vermehrt lesbar. „Wer sowas schreibt, hat sich für jede sachliche Diskussion disqualifiziert, egal wie berechtigt die Kritik sonst sein mag“, regt sich ein Instagram-Nutzer auf. Einige Likes und ein Kommentar stimmen ihm bei seiner Einschätzung zu. In einem anderen Kommentar wird auch sehr deutlich, was ein User davon hält: „Wie herablassend kann man sowas schreiben“. Auf das Problem, nämlich die volle blaue Tonne, fokussieren sich wenige. Vor allem Kartons seien das Problem: „Naja, wenn man es nicht schafft, einen Karton auseinander zu falten... Dann passt das natürlich nicht in die Tonne“, schreibt eine Nutzerin.

Ein paar Kommentare springen eher auf den Zug auf, dass die jüngere Generation kritisiert wird und vergleichen den Brief mit der zulässigen Zeichenanzahl bei Twitter. Demnach sei der Brief zu lang: „Wieso denken die, dass die ‚jungs‘ sowas langes lesen werden? Das Ding ist ja länger als die 120 Zeichen.“ Egal, wie die Reaktionen bei Instagram auf den Zettel ausfallen, das Problem mit der Mülltonne wird sicherlich nicht von jetzt auf gleich gelöst werden können.

Auch Gegenstände im Hausflur sorgen in der Nachbarschaft immer wieder für Zoff. So wurde erst kürzlich eine verschobene Fußmatte zum Ärgernis. (cbl)

Ärger mit dem Müll: Teilen Sie es uns mit.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

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