Vorsicht: Keine alte Farbe an die Wand!

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Mit Beginn des Frühlings geht's jetzt auch wieder mit dem Wände streichen los. Hier sind einige Hinweise zu beachten - denn alte Farbe kann hochgiftig sein.

In vielen Kellern lagern alte Farbvorräte, die jetzt für frischen Anstrich in Deutschlands Wohnungen hervorgeholt werden. Der Verband Baubiologie Bonn warnt: Alte Farbvorräte können hochgiftig sein. Im schlimmsten Fall streichen Sie Ihre Wohnung mit Schimmel!

Nur selten findet man auf dem Farbeimer ein Haltbarkeitsdatum. Nach dem Öffnen der Behälter oder Farbdosen stellt man dann fest: Die Farbe ist klumpig, mit einer dicken Haut versehen und obendrauf abgestandenes Wasser mit grauen Schlieren. Es riecht muffig oder nach faulen Eiern. Was tun? Die Farbe mit diversen Lösungsmitteln verdünnen? Umrühren, wieder benutzen? „Finger weg!“, warnt der Verband Baubiologie, Bonn. „Entsorgen Sie alte Farben und Kleber schnell und fachgerecht. Denn hier haben bereits chemische und/oder mikrobiologische Veränderungen stattgefunden“, erklärt Verbandsvorstand Frank Mehlis. „Allein das Wasser als Lösungsmittel kann bei längerer Lagerung schimmeln und Fäulnisprozesse begünstigen. Sie würden Ihre Wände mit Schimmel streichen.“

Schlechte Luft in Innenräumen

Durchschnittlich 20 Stunden am Tag verbringt ein Mensch in geschlossenen Räumen – dort ist die Luftqualität für unsere Gesundheit von großer Bedeutung. Laut dem Umweltbundesamt ist die Luft in unseren Innenräumen in 90% schlechter als die Außenluft. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung leiden an allergischen Reaktionen. „Seitdem immer mehr Baustoffe durch künstliche Zusätze verändert werden, häufen sich die gesundheitlichen Probleme in Gebäuden“, so Mehlis. Sein Verband, in dem sich bundesweit 460 Baubiologen zusammengeschlossen haben, spricht von mehr als 2500 giftigen Substanzen, die auf verschiedene Weise krank machen können.

Guter Rat vom Verband Baubiologie

Doch wie schützt man sich beim Frühjahrsputz vor giftigen Farben? Gütesiegel sind für den Laien oft nur schwer einzuschätzen. Selbst als „lösemittelfrei" gekennzeichnete Produkte können Lösemittel ausgasen, denn ein Anteil unter 0,5% braucht per Gesetz nicht angegeben zu werden. Hilfreich: Die Liste mit Verbrauchertipps zum gesunden Umgang mit Farben vom Verband Baubiologie unter Aktuelles auf www.verband-baubiologie.de.

Pressemitteilung Verband Baubiologie

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